Der Künstler im Spiegel der Kritik
Meinungen bekannter Kunstkritker über E. Smodics
Wolfgang Mörth: "Er ist ein Maler, dem die Haltbarkeit des Materials, die Tragfähigkeit der Konstruktion, die Eigenschaften der Gestalten am Herzen liegen. Bewegung heißt Übertragung, Ordnung bedeutet Gleichgewicht, Kräfte wirken auf Punkte, Energie wird umgewandelt und nichts geht verloren, wenn man darauf achtet, keine Verluste zuzulassen. Es geht um die Flugtauglichkeit des Menschlichen, ferngesteuert vom künstlerischen Willen."
Lucas Gehrmann: "Die menschliche Figur: Beobachtet, vermessen und gebaut, im Raum als Träger von Raum, bildet sie im Schaffen von Erich Smodics ein allgemein erkenn- und verstehbares Grundmodell zur Darstellung seiner Mensch- und Weltsicht. In zahlreichen Figurationen fand und findet er immer neue Mittel und Wege zur Abhandlung seines Hauptthemas: Der Mensch in Konflikt mit seinem Ursprung, mit der ihn umgebenden Welt und mit seiner Vergänglichkeit."
Karlheinz Pichler: "Der Körper und nichts als der Körper ist es also, an dem Smodics seine Sicht auf den Weltengang exzessiv und in nicht enden wollenden Schleifen erprobt. Er vermißt den menschlichen Körper wie ein Landvermesser das Land. Seine topografische Aufteilung der Körperlandschaft in "Claims" erinnert mitunter an die Mappingverfahren der Computerbildverarbeitung. Anhand des Körpers untersucht Smodics urtypische künstlerische Problemzonen wie etwa die Entwicklung des Raumes und der Linie im Spannungsfeld zwischen der Zwei- und Dreidimensionalität. Die Bild- und Farbräume, die er mit der menschlichen Figur aufreißt, sind präzis gesetzt und nahezu mathematisch berechnet."
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